Wenn du high bist, willst du nicht einfach nur etwas essen - du willst etwas, das dich noch besser fühlen lässt. Nicht jedes Essen passt zu diesem Zustand. Ein zu schwerer Burger kann dich überfordern, eine zu süße Schokolade könnte dich in einen Zuckerloch stürzen. Aber die richtigen Lebensmittel? Die können deine Erfahrung veredeln, dich beruhigen, dich kreativ machen oder einfach nur wunderbar schmecken.
Warum du beim High anders isst
THC, der Hauptwirkstoff in Cannabis, aktiviert deine CB1-Rezeptoren im Gehirn - besonders in Bereichen, die Hunger, Geschmack und Belohnung steuern. Das bedeutet: Du bekommst plötzlich Appetit, selbst wenn du vorher keinen Hunger hattest. Und alles schmeckt intensiver. Salz wird salziger, Zucker süßer, Fett cremiger. Dein Geruchssinn wird geschärft, deine Geschmacksknospen arbeiten auf Hochtouren.
Deshalb ist es kein Zufall, dass du plötzlich von Erdbeeren, Pizza oder Salzstangen träumst. Dein Körper sucht nach Nahrung, die schnell Energie liefert und sich gut anfühlt. Aber hier liegt die Falle: Wenn du nicht aufpasst, greifst du zu ungesunden, verarbeiteten Snacks - und fühlst dich danach träge, beschwert oder sogar unwohl.
Die besten Lebensmittel, wenn du high bist
Es gibt Lebensmittel, die perfekt zu einem high-Zustand passen. Sie sind leicht verdaulich, nähren dich, unterstützen deine Stimmung und sorgen dafür, dass du dich wohlfühlst - nicht nur im Moment, sondern auch danach.
- Früchte - Bananen, Erdbeeren, Äpfel, Mangos: Sie liefern natürlichen Zucker, Ballaststoffe und Vitamine. Die Süße wirkt beruhigend, die Textur macht Spaß zu essen. Besonders Mangos enthalten Terpene, die mit Cannabinoiden synergieren und die Wirkung mild verstärken.
- Avocado - Reich an gesunden Fetten und Magnesium. Sie beruhigt das Nervensystem, macht satt und schmeckt cremig - perfekt als Dip mit Salz oder auf Brot.
- Nüsse und Samen - Mandeln, Sonnenblumenkerne, Walnüsse: Sie liefern Protein und Omega-3-Fettsäuren, die die kognitive Funktion unterstützen. Ein kleiner Handvoll hält den Blutzuckerspiegel stabil und verhindert den späteren Absturz.
- Dark Chocolate (70% Kakao und mehr) - Der Kakaohaltige Anteil enthält Anandamid, ein körpereigenes Cannabinoid, das die Wirkung von THC verstärken kann. Gute Qualität, wenig Zucker. Ein Stück langsam schmelzen lassen - das ist Meditation mit Geschmack.
- Popcorn (ohne viel Butter und Salz) - Leicht, knusprig, erfüllt den Wunsch nach Crunch. Selbstgemacht mit etwas Olivenöl und Meersalz ist es eine gesündere Alternative zu fettigen Snacks.
- Yogurt mit Beeren und Honig - Probiotika für den Darm, natürliche Süße, kühle Textur. Ideal, wenn du dich etwas aufgedreht fühlst und etwas Kühles brauchst.
- Suppen und Brühen - Warme, einfache Gemüsesuppen oder Hühnerbrühe sind leicht verdaulich und beruhigen den Magen. Besonders gut, wenn du dich nach dem High etwas müde oder krank fühlst.
Was du vermeiden solltest
Nicht alles, was schmeckt, ist eine gute Idee - besonders wenn du high bist.
- Sehr fettige oder frittierte Lebensmittel - Pommes, Chicken Nuggets, Donuts: Sie verlangsamen die Verdauung, können Übelkeit auslösen und führen zu einem schweren, trüben Gefühl.
- Zu viel Zucker - Süßigkeiten, Cola, Energy Drinks: Der schnelle Blutzuckerspiegelanstieg führt zu einem Crash, der dich unruhig, schwindelig oder sogar panisch macht.
- Alkohol - Kombiniert mit Cannabis erhöht er das Risiko von Übelkeit, Schwindel und Angstzuständen. Viele Menschen erleben das als unangenehme Überraschung.
- Verarbeitete Snacks mit künstlichen Aromen - Diese können die sensorische Wahrnehmung überladen und das high-Gefühl trüb machen, statt es zu bereichern.
Wie du deine Snack-Auswahl planst
Ein guter Trick: Bereite deine Snacks vor, bevor du high wirst. Wenn du erst danach losziehst, greifst du zum Ersten, was du siehst - und das ist oft das Ungesündeste.
Erstelle eine kleine High-Snack-Box:
- Ein kleiner Behälter mit frischen Beeren
- Eine Avocado, schon geschnitten, mit etwas Zitronensaft
- Eine Tüte Mandeln oder Cashews
- Ein Stück dunkle Schokolade
- Ein Becher Naturjoghurt
- Ein paar Salzstangen oder Vollkorncracker
Stelle die Box in den Kühlschrank oder auf den Tisch - sichtbar, aber nicht überwältigend. So greifst du bewusst zu, statt impulsiv.
Die Rolle von Gewürzen und Kräutern
Einige Gewürze und Kräuter wirken harmonisierend mit Cannabis. Sie können die Wirkung mildern, beruhigen oder die Sinne verfeinern.
- Kurkuma - Hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann die kognitive Klarheit unterstützen. In warmem Milchgetränk (Golden Milk) mit etwas Honig besonders angenehm.
- Ingwer - Beruhigt den Magen, reduziert Übelkeit. Ein kleiner Stückchen frischer Ingwer kauen oder in Tee aufgießen.
- Minze - Frische Aromen klären den Kopf. Minztee oder frische Blätter als Snack ergänzen.
- Thymian und Rosmarin - Werden oft in Ölen oder Kräuterbutter verwendet. Verleihen Speisen Tiefe und unterstützen die Aromawahrnehmung.
Was passiert, wenn du zu viel isst?
Es ist normal, dass du beim High mehr isst als sonst. Aber wenn du dich danach schwer, schläfrig oder unwohl fühlst, hast du wahrscheinlich zu viel oder das Falsche gegessen.
Ein paar Tipps, wenn du dich überfressen hast:
- Trinke Wasser - Dehydrierung verstärkt unangenehme Effekte.
- Gehe spazieren - Bewegung hilft, die Energie zu verarbeiten und den Kopf zu klären.
- Atme tief - Langsame Atemzüge beruhigen das Nervensystem.
- Iss etwas Salziges - Ein wenig Meersalz oder Salzstangen kann helfen, den Elektrolythaushalt auszugleichen.
Vermeide es, dich zu schuldig zu fühlen. Es ist kein Versagen - es ist eine physiologische Reaktion. Der Schlüssel ist, es nächstes Mal besser zu planen.
Ein Beispiel: Ein perfekter High-Abend
Stell dir vor: Du hast dich entspannt, die Musik läuft leise, du bist high. Was isst du?
Erst: Ein kleiner Becher Naturjoghurt mit frischen Himbeeren und einem Tropfen Honig. Danach: Ein Stück dunkle Schokolade, langsam schmelzen lassen. Später: Ein paar Mandeln und eine Scheibe Avocado auf Vollkornbrot mit etwas Salz und Pfeffer. Zum Schluss: Ein Becher Kamillentee mit einem Hauch Minze.
Keine Überforderung. Kein Crash. Nur Genuss - bewusst, sinnlich, natürlich.
Warum das alles wichtig ist
Cannabis ist kein Grund, auf gesunde Ernährung zu verzichten. Im Gegenteil: Wenn du bewusst isst, nutzt du die veränderte Wahrnehmung, um dich besser zu fühlen - nicht schlechter. Die richtigen Lebensmittel können aus einem einfachen Snack ein kleines Ritual machen. Ein Moment der Achtsamkeit. Eine Verbindung zwischen Körper, Sinn und Stimmung.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, zu spüren, was dir guttut - und das zu wählen. Denn wenn du high bist, bist du nicht nur anders - du bist empfänglicher. Und das ist eine Chance, nicht eine Gefahr.
Kann ich beim High auch Kaffee trinken?
Ja, aber mit Vorsicht. Kaffee kann bei manchen Menschen die Anspannung verstärken, besonders bei hohen Dosen THC. Wenn du Kaffee trinkst, wähle einen milden, kalten Brew oder einen kleinen Espresso. Vermeide große Tassen mit viel Zucker und Sahne - das führt oft zu einem unangenehmen Kater.
Warum schmeckt alles so gut, wenn ich high bin?
THC aktiviert die Endocannabinoid-Systeme im Gehirn, die auch für Geschmack und Hunger zuständig sind. Deine Geschmacksknospen werden empfindlicher, dein Geruchssinn wird stärker, und dein Gehirn verknüpft Essen mit Belohnung. Das macht alles intensiver - von der Süße einer Erdbeere bis zum Salz auf einem Popcorn.
Sind Süßigkeiten generell schlecht, wenn man high ist?
Nicht generell - aber du musst unterscheiden. Industriell verarbeitete Süßigkeiten mit künstlichen Aromen und viel Zucker führen oft zu einem schnellen Hoch und einem harten Absturz. Natürliche Süße - wie frisches Obst, Honig oder dunkle Schokolade - hingegen liefert Energie, ohne dich zu überfordern. Qualität zählt mehr als Menge.
Kann ich beim High abnehmen?
Es ist selten, aber möglich. Einige Menschen berichten, dass Cannabis ihren Appetit reguliert - besonders wenn sie vorher gestresst oder unregelmäßig gegessen haben. Wenn du bewusst gesunde Lebensmittel wählst, kann Cannabis sogar helfen, gesunde Essgewohnheiten zu stabilisieren. Es geht nicht darum, mehr zu essen - sondern besser zu essen.
Was ist mit Cannabis-Edibles? Soll ich die essen, wenn ich high bin?
Nein - das ist eine andere Sache. Edibles sind bereits mit THC angereichert und wirken erst nach 30-90 Minuten. Wenn du bereits high bist und dann noch ein Edible isst, riskierst du eine Überdosis. Edibles sind für die geplante Einnahme gedacht, nicht als Snack nach dem Rauchen.
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