Senken CBD und CBN den Blutdruck? Was die Wissenschaft wirklich sagt

Senken CBD und CBN den Blutdruck? Was die Wissenschaft wirklich sagt

Wenn du Bluthochdruck hast, suchst du nach natürlichen Wegen, deinen Wert zu senken. CBD und CBN sind in den letzten Jahren als mögliche Helfer aufgetaucht. Aber funktionieren sie wirklich? Oder ist das nur eine schöne Geschichte, die in Social Media verbreitet wird? Die Antwort ist komplizierter, als viele vermuten.

Was ist CBD und was ist CBN?

CBD, kurz für Cannabidiol, ist einer der bekanntesten Wirkstoffe aus der Hanfpflanze. Es macht nicht high, aber es wirkt beruhigend auf Nervensystem und Entzündungsreaktionen. CBN, oder Cannabinol, ist ein weniger bekannter Cannabinoid. Es entsteht, wenn CBD oder THC mit der Zeit abgebaut wird - besonders bei älterem Hanf oder Cannabis. CBN wird oft als „Schlaf-Cannabinoid“ bezeichnet, weil es eine leicht sedierende Wirkung hat.

Beide Stoffe wirken nicht wie Drogen. Sie binden an das Endocannabinoïd-System im Körper, das für Schlaf, Schmerz, Stimmung und auch Blutdruck zuständig ist. Das ist der Grund, warum Forscher sie bei Bluthochdruck untersuchen.

Studien: CBD und der Blutdruck

Eine kleine, aber gut durchgeführte Studie von 2017 an der University of Nottingham untersuchte 9 gesunde Männer. Sie bekamen entweder 600 mg CBD oder ein Placebo. Nach einer Stresssituation - einem öffentlichen Reden - sank der Blutdruck bei den CBD-Einnehmern deutlich stärker als bei der Placebo-Gruppe. Die Ruhe-Blutdruckwerte sanken ebenfalls leicht, aber nicht signifikant.

Ein weiterer Versuch von 2020 mit 12 Probanden zeigte ähnliche Ergebnisse: CBD senkte den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 6 mmHg nach Stress. Das klingt wenig, aber bei chronischem Bluthochdruck kann selbst eine Senkung von 5 mmHg das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall um bis zu 20 % reduzieren.

Die Wirkung scheint vor allem bei Stress zu wirken. CBD wirkt nicht wie ein Medikament, das den Blutdruck rund um die Uhr runterdrückt. Es beruhigt den Körper, wenn er überreagiert - und das kann bei Bluthochdruck, der durch Stress ausgelöst wird, helfen.

CBN: Was wissen wir wirklich?

Im Vergleich zu CBD ist CBN fast ein Geheimtipp. Es gibt kaum klinische Studien am Menschen. Die meisten Daten stammen aus Tierversuchen oder Laborstudien. Eine Studie an Ratten aus dem Jahr 2018 zeigte, dass CBN die Blutgefäße erweiterte - was theoretisch den Blutdruck senken könnte. Aber Ratten sind keine Menschen.

Einige Anwender berichten, dass CBN sie entspannt und sie besser schlafen lässt. Und Schlafmangel ist ein bekannter Risikofaktor für hohen Blutdruck. Wenn CBN dir hilft, tiefer und länger zu schlafen, könnte das indirekt deinen Blutdruck senken. Aber das ist nicht dasselbe wie eine direkte blutdrucksenkende Wirkung.

Fazit: Es gibt keine klaren Beweise, dass CBN den Blutdruck direkt senkt. Aber es könnte über den Schlaf einen indirekten Effekt haben - ähnlich wie eine gute Einschlafroutine.

Künstlerische Darstellung des Endocannabinoid-Systems mit CBD-Molekülen, die auf Rezeptoren wirken.

Wie wirkt CBD oder CBN auf den Körper?

Beide Cannabinoide beeinflussen das Endocannabinoïd-System, das aus Rezeptoren (CB1 und CB2), Endocannabinoiden und Enzymen besteht. Diese Rezeptoren sind überall im Körper verteilt - in Gehirn, Herz, Blutgefäßen, Nieren und Darm.

CBD wirkt hauptsächlich indirekt. Es hemmt das Enzym, das das körpereigene Endocannabinoid Anandamid abbaut. Anandamid sorgt für Entspannung und erweitert Blutgefäße. Mehr davon = niedrigerer Blutdruck. CBD reduziert außerdem Entzündungen und Stresshormone wie Cortisol - beide Faktoren, die den Blutdruck hochtreiben.

CBN bindet schwächer an CB1-Rezeptoren als THC, aber stärker als CBD. Das könnte erklären, warum es beruhigender wirkt. Es könnte auch die Aktivität von Nerven beeinflussen, die die Blutgefäße steuern. Aber das ist noch Spekulation. Wir brauchen mehr Forschung.

Was sagt die Medizin dazu?

Die American Heart Association (AHA) hat 2021 eine Stellungnahme veröffentlicht: Es gibt keine ausreichenden Daten, um CBD oder CBN als Behandlung für Bluthochdruck zu empfehlen. Sie warnen davor, diese Substanzen als Ersatz für verschriebene Medikamente zu verwenden.

Aber sie sagen auch: „Weitere Forschung ist notwendig.“ Viele Kardiologen beobachten die Entwicklung mit Interesse, besonders bei Patienten, die unter Stress, Angst oder Schlafstörungen leiden - und gleichzeitig Bluthochdruck haben.

Ein Arzt, der ich kenne, sagt: „Ich würde CBD nicht als Haupttherapie verschreiben. Aber wenn jemand unter Stress leidet, regelmäßig Sport macht, gut schläft - und zusätzlich CBD nimmt, dann könnte das ein guter Baustein sein.“

Wie solltest du CBD oder CBN einnehmen?

Wenn du es ausprobieren willst, ist die Dosierung entscheidend. Die meisten Studien verwenden 300-600 mg CBD pro Tag. Das ist viel. Ein typisches Öl mit 5 % CBD enthält nur 25 mg pro Tropfen. Du bräuchtest also 12-24 Tropfen täglich - und das ist teuer und schwer zu dosieren.

Besser ist eine hochwertige, zertifizierte Tinktur mit klarer Angabe der CBD- und CBN-Menge. Achte auf:

  • 3. Partei getestet (zertifiziert durch Labore wie Eurofins oder SGS)
  • Keine Zusatzstoffe wie Propylenglykol oder künstliche Aromen
  • Mindestens 10 % CBD, mit geringer Menge CBN (1-3 %)

Vermeide Vapes. Sie wirken schnell, aber die Langzeitwirkung auf Lunge und Blutgefäße ist unklar. Auch bei Bluthochdruck ist das Risiko nicht zu unterschätzen.

Ein guter Start: 25 mg CBD abends, 30 Minuten vor dem Schlafengehen. Beobachte 2-4 Wochen. Notiere, wie du dich fühlst, ob du besser schläfst, ob du ruhiger bist. Dann überprüfe deinen Blutdruck morgens - am besten mit einem validierten Gerät.

Waage mit Blutdruckmedikamenten auf einer Seite, CBD und gesunde Gewohnheiten auf der anderen.

Was ist mit Wechselwirkungen?

CBD hemmt das Leberenzym CYP3A4. Das ist das gleiche Enzym, das viele Medikamente abbaut - darunter Blutdruckmittel wie Amlodipin, Lisinopril oder Betablocker. Wenn du CBD nimmst, kann dein Körper diese Medikamente langsamer abbauen. Das führt zu höheren Blutspiegeln - und das kann gefährlich sein.

Ein Fallbericht aus dem Jahr 2022 beschreibt einen 62-Jährigen, der CBD und Amlodipin kombinierte. Sein Blutdruck sank plötzlich auf 85/55 mmHg. Er wurde bewusstlos. Nach Absetzen von CBD normalisierte sich alles.

Das bedeutet: Wenn du Blutdruckmedikamente nimmst, sprich mit deinem Arzt, bevor du CBD oder CBN ausprobierst. Nicht weil es gefährlich ist - sondern weil es die Wirkung deiner Medikamente verändern kann.

Was ist der beste Weg, um den Blutdruck zu senken?

CBD und CBN sind keine Wundermittel. Sie können eine Ergänzung sein - aber nicht die Lösung. Die wirksamsten Methoden sind immer noch:

  • Regelmäßige Bewegung (mindestens 150 Minuten pro Woche)
  • Reduzierter Salzkonsum (unter 5 Gramm pro Tag)
  • Alkohol reduzieren oder streichen
  • Gewicht verlieren, wenn du übergewichtig bist
  • Schlaf verbessern (7-8 Stunden pro Nacht)
  • Stressmanagement (Meditation, Atemübungen, Spaziergänge)

Wenn du diese Dinge tust, brauchst du vielleicht gar kein CBD. Oder du brauchst nur wenig - und es wirkt dann besser, weil dein Körper nicht ständig unter Stress steht.

Fazit: Ja, aber mit Vorsicht

CBD kann den Blutdruck senken - besonders bei Stress. Es gibt dafür gute wissenschaftliche Hinweise. CBN hat keine klaren Beweise, aber könnte über den Schlaf indirekt helfen.

Aber: Es ist kein Ersatz für Medikamente. Es ist kein Allheilmittel. Und es kann gefährlich sein, wenn du andere Medikamente nimmst.

Wenn du es ausprobieren willst: Sprich mit deinem Arzt. Kaufe nur zertifizierte Produkte. Beginne mit niedriger Dosis. Beobachte deine Werte. Und konzentriere dich auf die Grundlagen: Bewegung, Ernährung, Schlaf, Stress.

Dann könnte CBD ein kleiner, aber sinnvoller Teil deiner Gesundheitsstrategie sein. Nicht mehr - aber auch nicht weniger.

Kann CBD den Blutdruck dauerhaft senken?

Nein, CBD senkt den Blutdruck nicht dauerhaft wie ein Medikament. Es wirkt vor allem akut - besonders bei Stress oder Angst. Wenn du aufhört, es einzunehmen, kehren die Werte meist zurück. Es ist kein Langzeit-Tool, sondern ein Hilfsmittel zur Entspannung.

Ist CBN besser als CBD für den Blutdruck?

Nein. Es gibt keine Studien, die CBN als wirksamer als CBD bei Bluthochdruck zeigen. CBD hat deutlich mehr wissenschaftliche Unterstützung. CBN könnte über den Schlaf helfen, aber das ist indirekt. CBD wirkt direkter auf Blutgefäße und Stresshormone.

Kann ich CBD mit meinem Blutdruckmedikament einnehmen?

Nur unter ärztlicher Aufsicht. CBD kann die Wirkung von Blutdruckmitteln verstärken und zu zu niedrigem Blutdruck führen. Besonders bei Amlodipin, Betablockern und ACE-Hemmern ist Vorsicht geboten. Sprich mit deinem Arzt, bevor du beginnst.

Welche Dosis CBD ist sinnvoll für den Blutdruck?

Studien verwenden 300-600 mg täglich. Für Anfänger empfiehlt sich 25-50 mg abends. Beobachte 2-4 Wochen. Erhöhe nur langsam, wenn keine Wirkung eintritt. Höhere Dosen erhöhen das Risiko von Wechselwirkungen.

Welches CBD-Produkt ist am besten?

Wähle eine zertifizierte Tinktur mit mindestens 10 % CBD und einem Nachweis der Reinheit (z. B. von Eurofins). Vermeide Vapes und günstige Produkte ohne Laborbericht. CBN sollte nur in geringer Menge (1-3 %) enthalten sein, da es nicht für Blutdruck relevant ist.

Wann sollte ich CBD nicht nehmen?

Nicht, wenn du schwanger bist, stillst, Leberprobleme hast oder Medikamente nimmst, die über das CYP3A4-Enzym abgebaut werden. Auch bei niedrigem Blutdruck (unter 90/60 mmHg) ist CBD nicht ratsam.

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Florian Schmidt
Florian Schmidt
Ich bin ein Experte in den Bereichen 'hhc h4cbd cbd thcp thcv hhc-p hhc-o'. Meine Leidenschaft für diese Thematik begann vor einigen Jahren und hat sich seitdem stetig vertieft. Täglich beschäftige ich mich mit den neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnissen in diesem Bereich. Das Schreiben über cbd und vaping ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit, sondern auch ein persönliches Interesse. Durch meine Expertise und mein Engagement in diesen Bereichen möchte ich einen Beitrag zur Aufklärung und Förderung von Wissen leisten.

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